SVB Zweite wirft in den letzten zehn Minuten nur ein Tor

Deswegen nur ein Punkt bei SG DJK Erlangen / Baiersdorf

Als Favorit angereist, mit breiter Brust und klarer Rollenverteilung, stand die Reserve der Buckis am Ende mit einem 28:28 da – sachlich korrekt, gefühlt aber wie eine verpatzte Klassenarbeit trotz Lernzettel. Spielerisch waren wir an dem Tag nicht überlegen, aber das Team mit den klar besseren Anlagen. Allein: Anlagen müssen nicht zu einer Rendite führen.

Männer Bezirksklasse-West: SG DJK Erlangen / Baiersdorf – SV Buckenhofen 2 28:28 (12:14)

Auffällig – und spielentscheidend – war unser Umgang mit dem gegnerischen Torwart. Mehrfach klar angesprochen, mehrfach falsch umgesetzt: Würfe halbhoch, dankbar parierbar, pädagogisch wertvoll für den Keeper. Der Hinweis, konsequent hoch abzuschließen, war da. Er war deutlich. Er wurde wiederholt. Er wurde ignoriert. Ein bekanntes Muster: Die Information erreicht den Raum, aber nicht das Handeln.

So hielten die Buckis Erlangen/Baiersdorf unnötig im Spiel, obwohl zur Halbzeit ebenso geführt wurde wie auch nach der Pause. Basis dafür war auch eine herausragende Leistung von Torwart Zündt. Aber anstatt das Spiel früh zu entscheiden, wurde Anschauungsunterricht darüber betrieben, dass Wissen ohne Umsetzung wirkungslos bleibt. Die Gastgeber nahmen die Einladung dankend an und kämpften sich stets zurück. In den letzten zehn Minuten gelang nur ein Tor. Torgelegenheiten gab es genug. Auch die, kurz vor dem Schlusspfiff aus einem Freiwurf. Der Ball musste nur hoch links – er kam rechts unten….

Am Ende bleibt ein Punkt, der nüchtern betrachtet in Ordnung ist, im Kontext der Spielverlaufs aber eher als Mahnung taugt. Hinweise sind keine Dekoration. Und manchmal gewinnt eben nicht die Mannschaft mit den eigentlich besseren Spielanlagen, sondern die, die das Offensichtliche konsequenter umsetzt.

Es spielten:
Zündt; J. Brütting 4, Genslein 3, Jo. Gumbmann, L. Hoh 1, Hübenthal 7, Jakisch 1, Noppenberger 2, Sainz Derut 2, Wiek 2, K. Winter 6, Zimmer.

erstellt von Johannes Gumbmann am 8. Februar 2026
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